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Wasserspiel auf dem Pariser Platz

Sonntag, 18. November 2007

Stuttgart-Mitte / Europaviertel

Da entsteht, wenig bemerkt, ein neues Stadtviertel mitten in Stuttgart, das „Europaviertel„. Aus der Entfernung ist die markante Architektur gut zu erkennen. Direkt beim Hauptbahnhof reiht sich ein neues Geschäftshaus an das nächste.

Blick von der Haußmannstraße auf das Europaviertel

Der Pariser Platz; das Wasserspiel ist rechts hintenDer Pariser Platz markiert den derzeitigen Endpunkt der Neubauten. Man erreicht den Platz vom Bahnhof aus zu Fuß entweder über die Straße „Am Hauptbahnhof“, oder durch den Innenhof des Gebäudes der LBBW Bank, oder als dritte Möglichkeit durch den Hauptbahnhof selbst: links neben Gleis 1 führt ein schmaler Weg nach draußen, und geht man weiter am Zaun der Geleise entlang, so kommt man direkt zum Pariser Platz. Und der ist, anders als viele „Plätze“ in Stuttgart, wirklich ein Platz. Nicht eine sechsspurige Straße oder ein Parkplatz. Ein großer, am Ende der Straße liegender, von glatten Fassaden eingerahmter und tagsüber ziemlich wenig besuchter Platz.

Auf dem Platz das von Boris Prodrecca entworfene Wasserspiel: Je nach Entfernung des Betrachters wirkt es sehr unterschiedlich. Von der gegenüberliegenden Seite des Platzes aus betrachtet, verschwindet es beinahe vor dem riesigen Bürogebäude. Nahe vor dem Brunnen stehend, wirkt er jedoch beeindruckend groß.

Das Wasserspiel auf dem Pariser Platz

Aus einem spazierstockartig gekrümmten Rohr fließt das Wasser in eine bronzene Rinne oben auf dem Rosso-Vanga-Granitsockel. Es erinnert mich an ein langgestrecktes Schiff, einen schmalen Nachen.

Der Zulauf des WasserspielsDie Ablaufrinne

Unterwegs plätschert das Wasser seitlich über kleine Schnuten in das untere Becken, das den Mittelteil des Brunnens von drei Seiten umgibt. Am Ende der langen Rinne stürzt das verbliebene Wasser in mächtigem Strahl in das auslaufende Ende des Beckens.

Das Ende der AblaufrinneEine seitliche Ablaufschnute

Die Ablaufrinne vor einer Fassade

Der Pariser Platz ist nur im Nordosten nicht vollständig zugebaut. In dieser Richtung blickt man über die Ödfläche auf einen älteren Teil von Stuttgart. Dieser Anblick bildet einen erheblichen Kontrast zu den Fassaden der Geschäftshäuser. Vielleicht ist das eines Tages anders, wenn die Gleise des Hauptbahnhofs unter der Oberfläche verschwunden sind und es außer spiegelnden Flächen und transparenten Blasen nichts mehr zu sehen gibt (oder sollte es doch noch anders kommen?).

Blick auf die -noch- freie Seite des Pariser Platzes

In der Nähe: Wasserbecken mit Sprudlern, Wasserfall, Aquamobil, Löwenkopfbrunnen, Wullestaffel

Krisenbegleitung