Schlossplatzspringbrunnen

Schlossplatzspringbrunnen

Stuttgart-Mitte / Oberer Schlossgarten

Die beiden Brunnen wurden am Geburtstag des Königs Wilhelm I, am 27. September 1863, auf dem Schlossplatz aufgestellt. Zwei Schalen von sechs Meter Durchmesser sollten aus der Eisengießerei von Wasseralfingen mit der Remstalbahn nach Stuttgart transportiert werden. Dies war jedoch erst möglich, nachdem spezielle Wagen konstruiert worden waren. In Schwäbisch Gmünd standen die Pfeiler der Remstalbrücke zu eng beieinander, der Transport passte nicht durch. Die Pfeiler wurden abgebrochen.

In Stuttgart stand dann eines der beiden Wachhäuschen des Königstors (es stände heute am Übergang der Königsstraße zur Klettpassage) im Weg. Es wurde abgetragen und nachher wieder aufgebaut. So konnten dann die beiden Brunnenschalen endlich, aber noch rechtzeitig aufgestellt werden. Sie erfreuen auf dem weitläufigen Schlossplatz bis heute die Spaziergänger.

Um die Brunnen herum gibt es viele Bänke; angenehm unter Bäumen sitzend kann man die Brunnen in Ruhe bewundern. In den Schalen steht ein überdimensionaler Kelch, aus dem eine Fontäne emporschiesst. Das herabfallende Wasser sammelt sich im Kelch, um über dessen Rand in die große Schale zu plätschern. Der äußere Schalenrand ist mit Tiermasken verziert, aus deren Maul das Wasser in kräftigem Strahl ins Wasserbecken hinabfließt. Um den Fuss der großen Schale herum sind Figuren platziert, welche die württembergischen Flüsse symbolisieren.

Unter den Wasserschalen des südlichen Brunnens tummeln sich Putten, sie stellen die Flüsse Neckar, Kocher, Fils und Enz dar. Die von Professor Karl Kopp entworfenen Figuren stammen aus der Gießerei von Wilhelm Pelargus in Stuttgart.

Die Figuren des nördlichen Brunnens symbolisieren die Flüsse Donau, Nagold, Tauber und Jagst. In den letzten Kriegstagen 1945 verschwanden diese Figuren auf Nimmerwiedersehen.

Von 1986 bis 1989 wurden die Putten von Doris Schmauder nach alten Fotos rekonstruiert und von der Kunstgießerei Strassacker in Süßen in Aluminiumguss realisiert.

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Trauerbegleitung

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