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KULLE BÄR IST DA!

Donnerstag, 8. April 2010 von Andreas Henseler

Endlich wieder ein fotografiertes Kinderbuch!

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Brunnen im Schwabenzentrum

Sonntag, 18. Juli 2010 von Andreas Henseler

Stuttgart-Mitte, Rathaus

Der östliche Brunnen ist ein Felsbrocken mit einem Becken davor, aufgestellt an einem Treppenaufgang im östlichen Teil des Schwabenzentrum.

Schwabenzentrum_Ost

Im westlichen Teil des Schwabenzentrums steht ein Brunnen auf einem Platz aus Pflastersteinen. Drei Säulen mit geriffeltem Rand spenden auf der Oberseite Wasser, das dann an den Säulen herabfließt.

Schwabenzentrum_West_10

Schwabenzentrum_West_08

In der Nähe: Weberknotenbrunnen, Trinkwasserbrunnen, Kosakenbrünnele, KanzleibogenbrunnenSparkassenbrunnen, Ceresbrunnen, Pyramidenbrunnen, Schlossplatzspringbrunnen, Wasserspiel Neues Schloss, Bassins im Rosengarten, Fontäne im See, Marktbrunnen

Marktbrunnen

Samstag, 12. Juni 2010 von Andreas Henseler

Stuttgart-Mitte, Rathaus

Marktbrunnen 1Die Angaben zur Entstehung des Brunnens sind widersprüchlich. Sicher ist nur, dass zumindest die sechzehn Eisenplatten an der Außenseite des Bassins im Jahre 1714 in Königsbronn gegossen wurden. Wahrscheinlich ist das 87000 Liter fassende Bassin älter, die Platten wurden später angebracht. Die Eisenplatten zeigen Szenen aus der Zeit um 1914: Das herzogliche Wappen, die herzoglichen Initialen, Fahnen, Waffen und Herzoghut (Herzog Eberhard Ludwig). Ferner sind Kriegsgerät wie Kanonen, Pulverfässer und Mörser sowie Jagdszenen zu erkennen.

Marktbrunnen 2Der Brunnen wurde durch eine lustige, wenngleich erfundene Geschichte um ein Mädchen, ihren Rock und einen Ratsherren berühmt. Die Geschichte wurde auf einem Stahlstich verewigt:

Ein Mägdelein zu Stuttgart
Einst Wasser
holen tat.
Verlor dabei ihr Röcklein.
Und dieses sah Herr Rat.
Der hatte sich zu Tod gelacht.
O Mensch, wer hätte dies gedacht!

Der Brunnen ist jedenfalls aus einem herzoglichen Lust- und Springbrunnen hervorgegangen, der im alten Schlossgarten, dem heutigen Schillerplatz, stand. 1761 schenkte Herzog Karl Eugen der Stadt die 16 Eisenplatten, fünf Jahre später auch das Bassin. Erst im Jahre 1804 ließ die Stadt den Brunnen auf der linken Seite des Rathauses aufstellen.

Marktbrunnen 4Bis_dahin gab es drei Marktbrunnen auf dem Marktplatz, die mit der Errichtung des neuen Brunnens abgeschafft wurden. Der älteste Brunnen ist seit dem Jahr 1350 bekannt und war der eigentliche Hauptmarktbrunnen. Er wurde 1451 von Ulrich dem Vielgeliebten aus Stein neu aufgebaut und stand rechts des alten Rathauses, der Hirschstraße zu. Ihn zierte ein Christopherus-Figur, die nach einem Zwischenaufenthalt im städtischen Lapidarium nun in einem der Bürgermeisterzimmer des Rathauses untergebracht ist. Rechts vom Christopherusbrunnen stand ein kleiner Pumpbrunnen, der seit 1447 bekannt ist. Am Eingang Eichstraße stand der dritte Brunnen, es war der seit 1488 bekannte Eichbrunnen.

Marktbrunnen 5Nikolaus von Thouret verbesserte 1804 die Technik des nunmehr südlich des Rathauses aufgestellten Brunnens, um mehr Wasser zur Verfügung zu haben. Gleichzeitig schuf er in der Mitte des Bassins einen gußeisernen Brunnenstock, dessen Säule mit Stute und Füllen als Wappen, von einer Vase gekrönt wird. 1900 wurde das alte Rathaus abgerissen und 1901 wurde ein neues Rathaus gebaut, der Mineralwasserbrunnen wurde auf den Wilhelmsplatz verlagert. Dort floss aus sieben seiner Röhren Nutzwasser, eine spendete Trinkwasser.

Bei der Neugestaltung des Marktplatzes wurde der Brunnen wieder dort aufgestellt. Er liegt nun etwas tiefer als der restliche Platz und ist mit Bäumen und Bänken umgeben. Aus den acht Röhren fließt Trinkwasser in das große Becken. Am jährlichen Weinfest nimmt er mit Plastiktrauben geschmückt teil.

Marktbrunnen_Weinfest 1

In der Nähe: Weberknotenbrunnen, Trinkwasserbrunnen, Kosakenbrünnele, KanzleibogenbrunnenSparkassenbrunnen, Ceresbrunnen, Pyramidenbrunnen, Schlossplatzspringbrunnen, Wasserspiel Neues Schloss, Bassins im Rosengarten, Fontäne im See

Sparkassenbrunnen

Sonntag, 23. Mai 2010 von Andreas Henseler

Stuttgart-Mitte, Rathaus

Der ursprüngliche, nach einem Entwurf von Karl Gimmi aus dem Jahre 1910 anno 1919 von Schönfeld vollendete Brunnen sah ganz anders aus. Er trug ein Stuttgarter Rössle, mit einem Geldstück unter dem Vorderhuf sowie einen Hans im Glück mit seinem Schwein.

Sparkassen 1

Die Inschrift des Brunnens lautete: „Spare in der Zeit, so hast Du in der Not – Spar nichts und hab nichts sind unter einem Dach“. Er stand in engem Zusammenhang mit der 1912 an diesem Platz gebauten Städtischen Sparkasse. 1944 wurde der Brunnen stark beschädigt.

1955 wurde ein neuer Sparkassenbrunnen von Professor Alfred Lörcher entworfen. Die drei Meter umfassende Brunnenschale aus Muschelkalk trägt nun die von Willy Schönfeld ausgeführte Inschrift:
„Ernte wächst nur wo gesät,
darum spare eh es zu spät“.

Sparkassenbrunnen 2Vier Wasserspender im runden Brunnenstock versorgen das Becken mit Trinkwasser. Auf dem Sockel kniet eine üppige, etwas gedrungen wirkende Schöne. Sie war während ihrer Entstehungs-geschichte tatsächlich in der Hüfte ein wenig zusammengesackt. Die Dame hält passend zum Spruch zwei Trauben als Symbol für Erntesegen und Erntedank in die Höhe.

Den Sparkassenbrunnen umgibt heute ein belebter Platz, der besonders in den Morgenstunden heftigem Lieferverkehr ausgesetzt und für Fußgänger nicht ganz ungefährlich ist. Sitzmöglichkeiten am Brunnen gibt es keine.

In der Nähe: Weberknotenbrunnen, Trinkwasserbrunnen, Kosakenbrünnele, KanzleibogenbrunnenPyramidenbrunnen, Ceresbrunnen, Marktbrunnen, Schlossplatzspringbrunnen, Wasserspiel Neues Schloss, Bassins im Rosengarten, Fontäne im See

Tierschutzbrunnen

Montag, 26. April 2010 von Andreas Henseler

Stuttgart-Vaihingen, Vaihingen-Mitte

Tierschutzbrunnen2

An der Ecke Hauptstraße/Krehlstraße befand sich von 1928 bis 1963 die Endhaltestelle der Straßenbahn. Seit 1929 gab es hier einen Warteraum, bald befand sich darin ein Kiosk. 1937 wurde unmittelbar vor dem Warteraum ein Brunnen aus Muschelkalksteinen gebaut. In der Mitte des Beckens stand auf einer Säule die Skulptur eines Jungen. Dieser Bronzeguss wurde jedoch im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Im Jahre 1951 stiftete dann die Gründerin der Degerlocher Tierschutzschule, Mathilde Rempis-Nast, eine neue Skulptur. Die Figur wurde wiederum auf die Stele mitten im Brunnens gestellt. Das sitzende Mädchen, das liebevoll eine Katze umarmt, hatte der Stuttgarter Bildhauer Erich Glauer geschaffen. Stuttgarts Tierschutzjugend übergab damals den Brunnen seiner Bestimmung. Dabei wurde der Spruch zitiert:

”Allen die zum Brunnen kommen,
sei`s gesagt zu Nutz und Frommen:
Ihr sollt gut sein zu den Tieren,
lasst sie eure Liebe spüren”

Tierschutzbrunnen 2

So sah es in den letzten Jahren vor 2010 am Krehlplätzle aus: Eine laute Straßen-kreuzung mit einem verdreckten Halte-stellenhäuschen, daneben der Brunnen mit einer Sitzbank. Der Brunnen war außer Betrieb, das Becken hatte Risse und die Figur war so stark verwittert, dass sie kaum noch zu erkennen war. Um den Brunnen herum befand sich ein kleines, parkähnliches Eck mit oft vermüllten Blumenbeeten.

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Tierschutzbrunnen 1

Für das Jahr 2009/2010 hatte sich die „Stiftung Stuttgarter Brünnele“ die Renovierung des Tierschutzbrunnens vorgenommen. Der Bezirksbeirat befürwortete in seiner Sitzung am 17. März 2009, den Tierschutz-Brunnen zu sanieren und den kleinen Platz im Westen Vaihingens umzugestalten.Tierschutzbrunnen4

Mit eigenen Mitteln und mit Hilfe aktueller Spenden für die Sanierung des Brunnens brachte die Stiftung das Projekt ins Rollen. Am 24. April 2010 konnte der vollständig restaurierte Brunnen mit der neuen Plastik eingeweiht werden. Der Bildhauerin Daniela Einsdorf,  einer ehemaligen Schülerin von Erich Glauer, ist es gelungen, die Figur des Mädchens mit Katze anschaulich in Bronze zu übertragen. Zusätzlich zum Brunnen- thema gestaltete die Künstlerin vier Relieftafeln mit Tiersymbolen, die in die Abdeckplatten des Brunnentrogs eingelassen wurden.

Tierschutzbrunnen5Tierschutzbrunnen6

Tierschutzbrunnen7Tierschutzbrunnen8

Der Platz an der Ecke Haupt-/ Krehlstraße ist nun offiziell auf den Namen „Krehlplätzle“ getauft und ein neuer Kiosk bietet ab jetzt seine Waren an.

Lorenzstaffel

Freitag, 9. April 2010 von Andreas Henseler

Stuttgart-Mitte, Heusteigviertel/Dobel

Die Lorenzstaffel führt vom Katharinenplatz bis zur Stitzenburgstraße. Namensgeber war der Zimmermaler Wilhelm Friedrich Lorenz, dessen Haus hier stand.

Ursprünglich war es eine schmale, steile Treppe zwischen Weinbergterrassen. Sie wurde im Laufe der Jahrzehnte zu einer steilen Straße mit seitlich in Stufen emporführenden Gehwegen ausgebaut. Im Krieg wurde die Straße schwer beschädigt und musste für den öffentlichen Verkehr gesperrt werden. 1958 wurde die Lorenzstraße dann neu gestaltet.

Lorenzstaffel 2Lorenzstaffel 3

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Die Treppe hieß also seit Lorenz Todesjahr 1864 zunächst Lorenzstraße, erst 1979 wurde sie in Anpassung an die tatsächlichen Gegebenheiten in Lorenzstaffel umbenannt. Dabei ist die Staffel im unteren Teil etwas breiter als im oberen Abschnitt, wo die enge Treppe durch ein Geländer geteilt, zweispurig verläuft.

In der Nähe:  Galateabrunnen, Eugenstaffel, Gerokstaffel, Im SchellenkönigOberer Reichelenbergweg, Dobelstaffel, Mohl- staffel, Schickstaffel, Wächterstaffel, Weißenburgbrunnen, Sonnenbergstaffel, Fischreiherbrunnen

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